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Servicebereich AusbildungMechatronikerin / Mechatroniker

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Mechatronikerin / Mechatroniker

Informationen über die Ausbildung zur Mechatronikerin / zum Mechatroniker an der TU-Berlin

Zusammenfassung

Teilbereiche der Mechatronik
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Das Tätigkeitsfeld in der Mechatronik umfasst Aufgaben und Anforderungen aus der Elektrotechnik, Elektronik, Mechanik, Steuerungs-, Reglungs- und Informationstechnik.

Mechatronikerinnen und Mechatroniker sind insbesondere im Maschinen- und Anlagenbau, in der chemischen-  und Automobilindustrie tätig, sowie in Molkereibetrieben. Sie installieren und montieren mechatronische Maschinen, Anlagen und Systeme. Beispiele dafür sind programmierbare Werkzeug- und Sondermaschinen (teilweise mit Transporteinrichtungen wie etwa Förderbänder) oder automatisierte Fertigungseinrichtungen wie etwa Dosiereinrichtungen für die Kunststoffherstellung und -verarbeitung (beispielsweise Granulate, Folien und Verpackungen).

Sie planen Arbeitsabläufe und legen benötigte Materialien, Werkzeuge bzw. Mess- und Prüfgeräte fest. In der Fertigung bauen Mechatronikerinnen und Mechatroniker Baugruppen und Geräte zu komplexen Maschinen zusammen. Sie stellen dabei mechanische und elektrische Verbindungen her, beispielsweise für Ver- und Entsorgungseinrichtungen, sowie für Aggregate oder Kühlmittel. Sie wählen Leitungen aus, verlegen und verdrahten diese, bauen elektrische, mechanische, pneumatische sowie hydraulische Komponenten zusammen und installieren bzw. schließen diese in Anlagen an. Sie nehmen Geräte, Maschinen und Anlagen in Betrieb, warten diese und halten sie instand. Sie prüfen die Anlagen und hergestellten Verbindungen auf Funktionsfähigkeit und führen Qualitätskontrollen durch. Dabei achten sie immer auf den Arbeits- und Umweltschutz.

Ausbildungsdauer: 3,5 Jahre.

Ablauf der Ausbildung

Die reguläre Ausbildung dauert 3½ Jahre und findet im „Dualen System“ statt, d.h. zwei Wochen betriebliche Ausbildung wechseln sich mit einer Woche Berufsschule ab. Die Berufsschule ist das Oberstufenzentrum TIEM (Technische Informatik, Industrieelektronik & Energiemanagement, www.osztiem.com) im Goldbeckweg 8-14 in 13599 Berlin Spandau (U-Haselhorst).
Wenn die Berufsschule zum Beispiel während der Schulferien geschlossen ist, findet die Ausbildung in den Räumlichkeiten des Servicebereich Ausbildung der TU-Berlin (Salzufer 17-19, SG6, 10587 Berlin) oder in Betriebsdurchläufen (BDL, siehe „Das wahre (Berufs)Leben“) statt.

Grundausbildung Metalltechnik

Während der ersten acht Monate werden in der Metallwerkstatt Grundkenntnisse der Metallverarbeitung, wie zum Beispiel Anreißen, Körnen, Feilen, Sägen, Bohren, Biegen, Drehen, Fräsen und der Umgang mit Messwerkzeugen vermittelt, aber auch interessante verschiedene praktische Projekte hergestellt, wie z.B. ein Maschinenschraubstock. Ein wichtiger Punkt ist das Anfertigen von Arbeitsplänen. Mit diesen Plänen werden die für die Herstellung oder Bearbeitung eines Werkstücks notwendigen Arbeitsschritte in einer bestimmten und sinnvollen Reihenfolge festgelegt. Weiterhin enthalten sie Angaben über Materialien, benötigte Werkzeuge und Berechnungen von z.B. Drehzahlen, Schnittgeschwindigkeiten oder Biegeradien.

Verschiedene Lehrgänge, wie zum Beispiel Pneumatik, Elektropneumatik, Schweißen (E-Hand, MIG/MAG, WIG), Hartlöten, Erste Hilfe, IT-Technik, Wirtschaft, MS Office, AutoCAD und SolidEdge runden diese ersten Monate ab.

Grundausbildung Elektrotechnik

Nun folgen acht Monate in der Elektrowerkstatt, wo die Grundausbildung im Fach Elektrotechnik stattfindet. Hier werden mehrere Schaltschränke aufgebaut, mit elektrischen und elektronischen Komponenten bestückt und nach zuvor erstellten Plänen verdrahtet. Erweitert wird der Umfang durch verschiedene Praxisprojekte. Vermittelt werden Kenntnisse zu Verbindungstechniken, Löten, Verlege- und Leitungsarten mit ihren Einsatzgebieten, Schaltungserstellung und -realisierung. Die Planung, Durchführung und Kontrolle von komplexen Tätigkeiten soll hier erlernt werden. Das beginnt zum Beispiel mit dem Planen von elektrischen Arbeiten, dem Erstellen und Berechnen des Materialbedarfs und anschließender Materialrecherche. Nach der Durchführung und vor / während der Inbetriebnahme einer elektrischen Arbeit wird die elektrische Sicherheit durch Messungen nachgewiesen und protokolliert.

Kurz vor Ende des ersten Ausbildungsjahres wird eine Präsentation über den bisherigen Teil der Ausbildung erstellt, welche als Information zur Begrüßung der neuen, nachfolgenden Auszubildenden dient.

Die Zwischenprüfung (Abschlussprüfung Teil 1)

Nun beginnt die theoretische und praktische Vorbereitung auf die Zwischenprüfung, die nach ca. 18 – 20 Monaten stattfindet. Bei dieser IHK-Prüfung kommen die erlernten Fähigkeiten und Kenntnisse aus allen bisher absolvierten Bereichen zum Einsatz, wie z.B. Verbinden, Verdrahten, Verschlauchen von pneumatischen Systemen, Drehen, Bohren, Fräsen, Montieren und in Betrieb nehmen. Die Abschlussprüfung Teil 1 hat einen Anteil von 40% am Gesamtergebnis der kompletten Abschlussprüfung.

Das wahre (Berufs)leben

Anschließend folgt mit weiteren 20 Monaten der zweitgrößte Teil der Ausbildung, der sogenannte Betriebsdurchlauf (BDL), wobei ca. jedes halbe Jahr rotierend der Platz gewechselt wird. Die Betriebsdurchläufe finden überwiegend in unseren Instituten, Werkstätten und Laboren, aber auch in Wirtschaftsunternehmen statt, mit denen wir kooperieren. Hier werden verschiedenste Erfahrungen im Arbeitsalltag der Betriebe und Institute gesammelt.

Während dieser Zeit finden weitere Lehrgänge statt, wie z.B. CNC-Drehen und CNC-Fräsen (Grundlagen- und Aufbaulehrgänge), Grundlagen der Hydraulik und der SPS.

Öffentlichkeitsarbeit

Die Vorbereitung auf Messen und Ausstellungen und die Teilnahme daran (z.B. „Die lange Nacht der Wissenschaft“, „Tag der Technik“, „Tage der Berufsausbildung“…), stellt eine Abwechslung zum Ausbildungsalltag dar. Hier können sich Auszubildende dem interessierten Publikum vorstellen und in Fachgesprächen ihren Beruf und eigene Projekte näher bringen.

Facharbeiterin / Facharbeiter (Abschlussprüfung Teil 2)

Die Ausbildung endet nach 3½ Jahren mit Bestehen der Teile 1 und 2 der Abschlussprüfung vor der IHK Berlin. Teil 2 der Abschlussprüfung erfolgt zum Ende der Ausbildung und setzt sich aus einem theoretischen (WiSo, Arbeitsplanung, Funktionsanalyse) und einem praktischen Teil zusammen. Beim praktischen Teil kann gewählt werden zwischen einem „Betrieblichen Auftrag“ oder einer überregional erstellten Arbeitsaufgabe. Die Abschlussprüfung Teil 2 hat einen Anteil von 60% am Gesamtergebnis der kompletten Abschlussprüfung.

Verkürzung der Ausbildung

Bei konstant guten Noten in der Berufsschule und entsprechenden Leistungen im Ausbildungsbetrieb, kann die Ausbildungsdauer verkürzt werden. Hier ist die Verkürzung um ½ Jahr nicht unüblich, welche eine Zustimmung durch den Servicebereich Ausbildung voraussetzt.

Voraussetzungen

Ein erweiterter Hauptschulabschluss und in den Fächern Deutsch, Englisch, Mathematik, Physik und Informatik ist die Note 4 (ausreichende Leistung) Voraussetzung. Besonders wird aber auch auf unentschuldigte Fehlzeiten geachtet.

Wann bewerben?

Informationen über die aktuell angebotenen Ausbildungsplätze finden Sie im Bereich Bewerben.

Gender Mainstreaming

Wir haben gute Erfahrungen mit Frauen in diesem Ausbildungsberuf gemacht. Auch die vielfältigen beruflichen Chancen für die Zukunft sind gerade für Frauen interessant. Falls wir Ihr Interesse wecken konnten, zögern Sie nicht, sich an der TU-Berlin zu bewerben.

Für Überflieger: Studium während der Ausbildung

Mögliche Erweiterung der Themenbereiche
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Ein neues Projekt soll es Auszubildenden mit sehr guten Noten und entsprechendem Interesse  ermöglichen, schon während der Ausbildung mit einem Studium an der TU-Berlin in Form einer Gasthörerschaft, zu beginnen. Dabei steht die Ausbildung weiterhin im Vordergrund. Voraussetzung hierfür sind zum Einen Abitur und zum Anderen eine konstante und sehr gute theoretische und praktische Leistung während der Ausbildung.

Noch Fragen?

Unser verantwortlicher Ausbilder für diesen Beruf, Herr Bayer, steht gerne für Fragen zur Verfügung.

Telefon: (+49) 30 314 - 26839

Mail:

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